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Samstag in Berlin: Signierstunde mit Peter Lindbergh im neuen Taschen Store + Buchverlosung auf Art Armada



Die Hauptstadt kann sich freuen, denn der Taschen Verlag eröffnet am Wochenende in Berlin seinen ersten Flagshipstore. Gefeiert wird am Samstag, den 3. Dezember von 16 bis 18 Uhr in der Schlüterstraße 39 mit einem ganz besonderen Gast, dem Modefotografen Peter Lindbergh. Der kommt nicht nur zum Gratulieren vorbei, sondern präsentiert und signiert auch sein brandneues Buch: Peter Lindbergh. A Different Vision on Fashion Photography. Hingehen lohnt sich also, denn die monochromen Modefotografien "Peters, des Großen" läuteten Anfang der 1990er Jahre die Ära der Supermodels ein.
Um euch auf die filmische Bildsprache des deutschen Fotografen einzustimmen, verlose ich ein Buchexemplar von Peter Lindbergh. A Different Vision on Fashion Photography im Wert von 59,99€. Der 472 Seiten starke Band enthält über 400 Motive aus vier Jahrzehnten Lindberghschen Schaffens. Darunter sind natürlich auch die legendären Fotografien, die heutige Ikonen wie Linda Evangelista, Naomi Campbell, Cindy Crawford oder Claudia Schiffer in rohen und zugleich verführerischen Inszenierungen auf die Titelseite der Vogue brachten und sie damit weltberühmt machten.

Um euch das Buch zu sichern müsst ihr nur noch:

 1.
Diesen Beitrag bis Sonntag, den 11.12.2016 um 24 Uhr mit gültiger Emailadresse kommentieren und
2. 
euch mit eurer Glücksfee gut stellen.*
___ 
*Ich drücke die Däumchen und wünsche euch allen eine schöne Adventszeit! 



Warum nicht mal drucken? Menschliche Organe zum Beispiel wie Maria Cemmi


Herz, Lunge oder Magen? Welches Motiv darf es als Organic Screen Print sein? Maria Cemmi betreibt in ihrer gleichnamigen Serie eine ganz besondere Innenschau. Sie druckt menschliche Eingeweide. Natürlich nicht ihre eigenen, aber die faszinierenden Vorlagen für ihre Siebdrucke sind von der Illustratorin aus Italien selbst gezeichnet. Ja, die Struktur von Organen macht schon ganz schön was her, wenn sie so isoliert und vergrößert im Bildmittelpunkt stehen.










Marie Carolin Knoth schafft Verbindungen, die es eigentlich nicht geben dürfte


Wenn Jackson Pollock und Berthe Morisot ein Kind gezeugt hätten, dann würde es wahrscheinlich so malen wie Marie Carolin Knoth. Leider kam es nie zu einer solchen Verbindung, denn beide lebten in unterschiedlichen Jahrhunderten. Knoths Talent für Bildwelten, in denen sich Gegensätze von furioser Abstraktion und in sich ruhender Gegenständlichkeit zu einem grandiosen Zusammenspiel vereinen, muss daher einen anderen Ursprung haben
Als Meisterschülerin von Neo Rauch sind der Leipziger Malerin Themen von Aufbruch und Wandlung nicht fremd. So ziehen sich visuelle Transformationsprozesse und formale Ambivalenzen durch ihre Gemälde wie ein roter Faden. Liebevolle Verbindungen werden durch harsche Linien jäh unterbrochen, raue malerische Strukturen isolieren die friedvoll agierenden Protagonisten, engen ihren Handlungsspielraum ein oder reißen Figurengruppen auseinander. Was hier passiert bleibt nachvollziehbar und gibt doch Rätsel auf.

Bildunterschrift oben: Patronin (2014), 200 x 160 cm, Acryl, Kohle, Tusche auf Leinwand


Doppelter Boden (2016), 120 x 160 cm, Acryl, Kohle, Tusche auf Leinwand


Gehen lassen (2015) 160 x 210 cm, Acryl, Kohle, Tusche auf Leinwand

Irrlicht (2015), 80 x 80 cm, Acryl, Kohle, Tusche auf Leinwand

Blaue Stunde (2015), 180 x 170 cm, Acryl, Kohle, Tusche auf Leinwand

Viga (2014), 170 x 200 cm, Acryl, Kohle Tusche auf Leinwand

Am Rand (2013), 175 x 170 cm, Acryl, Kohle, Tusche auf Leinwand

Stammbaumklettern (2016), 200 x 160 cm, Acryl, Kohle, Tusche auf Leinwand


Nava Lubelskis Leinwände erzählen von roher Gewalt und aufopfernder Hingabe


Ruinierte Leinwände mit Löchern und ungewollten Flecken sind für die meisten Künstler der blanke Horror. Was andere jedoch tunlichst vermeiden wollen, macht Nava Lubelskis zum Thema. In ihrer Serie Thread on Canvas untersucht die russische Künstlerin die Widersprüche zwischen dem Impuls zu zerstören und den Zwang zu flicken. 
Der Herstellungsprozess ihrer Arbeiten durchläuft dabei zwei Phasen. Zunächst beschädigt sie ihre Leinwände mit schnellen Handlungen, schneidet Löcher hinein, verschüttet Farbe darauf oder fügt Risse hinzu und lässt ihren Aggressionen dabei freien Lauf. Auf den Zerstörungswahn folgt die Phase der akribischen Reparation. Hier werden die verwüsteten Oberflächen in mühevoller Kleinarbeit restauriert und die kaputten Stellen durch kunstvolle Stickereien ausgebessert. Wie topografische Landmarken zeugen die Endprodukte von den Spuren, die menschliche Eingriffe in die Umwelt hinterlassen können.
Bemerkenswert ist außerdem, dass der sonst meist verborgene Raum hinter den Leinwänden durch die fragmentarisch gestopften Löcher teilweise sichtbar bleibt und durch das Schattenspiel der Fäden in das Kunstwerk integriert wird.

 








Künstlerbücher gestalten: Das Totally Recycling Book von Daria Epifanova


Was könnte inspirierender sein, als einen Blick in die Skizzen- und Arbeitsbücher anderer Leute zu werfen? Besonders wenn diese Illustratoren, Grafikdesigner oder Künstler sind und schon von Berufswegen sammeln, kritzeln und collagieren, was das Zeug hält. Egal ob persönliche Notizen, Entwurfszeichnungen oder Studien, diese einzigartigen Kladden sprühen nur so vor kreativen Ideen und sind nebenbei auch noch wunderschön anzusehen.
Die Geschichte zum heutigen Feature beginnt mit einer dieser unsäglichen Situationen, in denen die Dinge um uns herum nicht mehr das tun, was sie sollen, sondern kurzerhand beschließen, ein Eigenleben zu führen. Ein vorbildliches Beispiel hierfür ist der Drucker von Daria Epifanova. Der entschied sich in einem Anflug von Eigensinn alles Mögliche auszuspucken, nur nicht das, was er drucken sollte. Die russische Künstlerin und Illustratorin machte aus der Not eine Tugend. Statt die über 100 verkehrten Seiten gleich in die Tonne zu hauen, begann sie mit den angehäuften Fehldrucken zu experimentieren, sie zu zerschneiden, zu übermalen und dadurch ihrem Ärger Luft zu machen. So entstanden aus den alten Papierresten neue Collagen und die füllen mittlerweile ein ganzes Buch voller unerwarteter Bildverkettungen. Totally Recycling Book heißt das fertige Werk und dessen Anblick macht es schier unmöglich, dem Drucker im Nachhinein noch eine böse Absicht unterstellen zu wollen.


















7 Paper Cup Designer, die uns den Tag versüßen

 
But first, Coffee. Oder Tee. Oder Milchshake. Eigentlich ganz egal, was ihr aus euren Pappbechern trinkt, denn heute gehts um die äußere Gestaltung. Es gibt da nämlich ein paar Menschen, die sich gern Gedanken darüber machen, wie sie unseren allmorgendlichen Coffe-to-go-Kick in Small, Medium oder Large noch schöner machen können. Damit wir gutgelaunt und motiviert in den Tag starten, haben sie witzige Verpackungslösungen kreiert, von denen ich euch einige vorstellen möchte:

Diese grafischen Entwürfen von Murilo Kleine dürften vor allem den Hipstern, Nerds und Retrofans unter euch gefallen. Die komplette Serie seht ihr auf dem Posttitelbild.




Definitiv nur was für Romantiker: Kaffeebecher mit Blumendesigns vom belgischen Graphic Designer Dimitris Kostini.




Pop Art meets Memphis meets Moderne. Allan Revahs Paper Cups spielen mit simplen geometrischen Formen und frischen Farben. (pictures via


Actionfreunde aufgepasst! Wer schon morgens auf den Spuren großer Filmhelden wandelt, bekommt von Wanna Design den passenden Becher inklusive abnehmbarer Heldenstory.

 


Ihr handgeschriebenes Design verleiht diesen Bechern von Aycan Başar aus San Francisco eine perönliche Note. Ideal für alle, die mit Kleingedrucktem nichts anfangen können. (pictures via)




Wer bereits direkt nach dem Aufstehen eine strenge Geschlechtertrennung bevorzugt, greift zu den Bechern von Laima Marija Kamarauska.


Und wer bis hierhin nichts gefunden hat, der ist mit den Designs von Pavel Gubin bestens beraten. Der russische Designer ist nämlich vor Gestaltungsideen kaum zu bremsen. Deshalb füllen seine Einfälle mittlerweile ein ganzes Regal. Neben poppigen Mustern, Streifen und Karos gibt es hier auch Pappbecher, die aussehen als wären sie aus Holz, verrostetem Metall oder Beton. Da bleiben keine Wünsche offen. Und wenn doch, hilft nur noch SELBER doodeln!