• Courts Courts Courts

    Wow, wer hätte gedacht, dass Tennisplätze auch ohne Wimbleton-Hotties ihren Charme haben? Ich nicht. Und deshalb wäre ich auch nie auf die Idee gekommen, sie zu fotografieren. Zum Glück sieht Ward Roberts das anders.

  • Bitte nochmal zurückspulen, Hollis Brown Thornton!

    Heute zieht mit Hollis Brown Thornton ein weiterer Künstler in meine 80s-Galerie ein. Seine Sammlung an Videokassetten, Tapes und Atari-Spielen ist wirklich bemerkenswert. Und dass er so viel Zeit und Sorgfalt darauf verwendet hat, sie mit Marker zu illustrieren, auch. Erinnert ihr euch noch an eure?

  • Kopfüber in den Abgrund

    Von Meghan Howlands Ölgemälden geht eine seltsame Stimmung aus. Bei ihrer Betrachtung fühlt es sich an, als wäre just in diesem Moment etwas unwiederbringlich verloren gegangen oder für immer zerbrochen.

Roos van Dijk liebt und malt moderne Architektur


Heute gibt es ein paar Häuserfassaden. Aber natürlich nicht irgendwelche. Was für die einen Plattenbauten, Betonklötze oder Großwohnsiedlungen sind, sind für die niederländische Künstlerin Roos van Dijk spannende Zeugnisse moderner Großstadtarchitektur. Egal ob München, Berlin oder ihr derzeitiger Wohnort Kaschau in Ungarn, sie ist so fasziniert von der strengen Geometrie und der geradlinigen Ästhetik urbaner Bauten, dass sie diese nicht nur fotografiert, sondern Ausschnitte davon auch durch ihre Malerei adelt. Und in der Tat, mit harten Kontrasten in pastellfarbenen Acryltönen gehalten, ist ein Bild schöner als das andere. Bitte liebe Roos, besuch doch auch mal Duisburg oder Castrop-Rauxel!










Rätselhafte Streifenbilder: Malereien von Deenesh Ghyczy


Die subtilen Gemälde des Berliner Künstlers Deenesh Ghyczy stellen den Sehsinn auf eine harte Probe. Allen voran die Öl- und Acrylmalereien aus seiner jüngsten Serie Embedded. Sie wirken auf den ersten Blick wie die zusammengelegten Schnipsel eines zuvor zerrissenen Bildes. Dann scheint es, als würden die einzelnen Segmente aus breiten, mehrfarbigen Pinselstrichen bestehen, in denen hier und da Teile einer menschlichen Figur auftauchen. Der kuriose Farbauftrag verwandelt die Leinwand in eine beschlagene Scheibe oder eine Jalousie, durch deren verwischte Oberfläche wir einen flüchtigen Blick in das Leben fremder Menschen erhaschen. Diese scheinen jedoch gar nicht zu bemerken, dass sie beobachtet werden. Sie sind mit anderen Dingen beschäftigt und schauen allesamt weg vom Betrachter, mitten hinein in eine ebenso diffuse Szenerie. Noch vertrackter kann man seine Bilder wohl nicht anlegen. Einfach nur großartig!







Chuck Tingley riskiert einen Blick hinter die Spiegel



Wahrnehmung trifft Traum. Der Künstler Chuck Tingley aus Buffalo nutzt die Malerei, um verdrängte Erinnerungsfetzen aus seinem Unterbewusstsein ins Bild zu setzen. Ähnlich wie die darin enthaltenen Gefühlsstrudel das bewusste Denken zerlegen, funktioniert auch seine Maltechnik. Schichten aus Öl- und Acrylfarbe werden aufgetragen, verändert, weiter ausgearbeitet oder wieder abgetragen. Jep, eine wundervolle Allianz wischen pulsierenden Farbspuren und dynamisch agierenden Körpern. L.O.V.E.



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Digitales Weihnachts-Warm-Up mit bunt flackernden Holzscheiten auf Yule Log


Ab jetzt könnt ihr es euch auch am Rechner gemütlich machen. Und zwar mit der kreativsten Webseite für brennende Holzscheite, die ich je gesehen habe: Yule Log 2.014. Pünktlich zur Weihnachtszeit lassen hier Illustratoren, Trickfilmzeichner und Programmierer aus der ganzen Welt den germanischen Brauch des Julklotzes wieder aufleben und befördern ihn mit einer illustren Runde animierter Kurzfilme ins digitale Zeitalter. Ihr müsst euch die kleinen Meisterwerke unbedingt alle anschauen, denn einer ist niedlicher als der andere und bei so vielen sympathischen Funkenschlägern wird einem auch ohne prasselndes Kaminfeuer ganz warm ums Herz. Hier sind meine Favoriten: - Welche mögt ihr?


Log Ride from Yule Log 2.0 on Vimeo.


World 12-25 from Yule Log 2.0 on Vimeo.


Silent Knights from Yule Log 2.0 on Vimeo.

Flora Borsi kreiert unscharfe Fotografien mit malerischen Mitteln


Es gibt neue Arbeiten von der ungarischen Fotografin Flora Borsi! In ihrer Serie IRÉEL benutzt sie nicht mehr nur Photoshop, um ihren Werken einen wundersamen Anstrich zu verpassen, sondern setzt auch malerische Farbspuren als Verfremdungsmittel ein. In halbtransparenten Schlieren auf eine große Glasscheibe aufgetragen, rücken sie das Fotomodel dahinter in eine seltsam verrätselte Unschärfe. Ohh ja, das wirkt!







Ein Tag, eine Ausstellung und 24 Mal Eröffnung: Lotte Reimann in der HFBK



Wer zwischen Weihnachtsfeiern und Geschenkeshopping noch Luft für etwas wirklich Außergewöhnliches hat, der kann morgen in der Galerie der HFBK eine Ausstellung besuchen, die 24 Stunden dauert und zu jeder vollen Stunde neu eröffnet wird. Im Fokus stehen also nicht nur die Fotoserien "Bis morgen im Nassen" und "Reflections" der Künstlerin Lotte Reimann, sondern auch das Ritual des Eröffnens selbst. Dieses wird durch Lesungen der in Amsterdam und Bielefeld lebenden Künstlerin sowie durch performative und informative Beiträge von 24 Gastredner/innen aus dem Kunst- und Kulturbetrieb alle 60 Minuten neu inszeniert. Die erste Eröffnung beginnt um 19.00 Uhr und dieses Mal besteht nun wirklich keine Gefahr, die Vernissage zu verpassen. Oder ist das Eröffnungszeremoniell selbst die Ausstellung?  

Beobachtung II.I: vom 10.12.2014 bis 11.12.2014 in der Galerie der HFBK, Lerchenfeld 2, 22081 Hamburg.