• Kunstbücher gestalten: Killer Sketchbooks von Stella Raab

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    Bilder rahmen macht jeder. Dabei gibt so viele weitere Möglichkeiten, um künstlerische Arbeiten wirksam zu präsentieren oder Serien und Kollektionen ansprechend zu arrangieren. Eine davon sind Moodboards. Das heißt übersetzt soviel wie "Stimmungstafeln". Dieses Arbeits- und Präsentationsmittel findet...

  • 13+ ultimative Ideen für ein phänomenales Selbstporträt

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Präsentationsstrategien: Dinge sammeln und arrangieren wie Emily Blincoe


Ich muss eine Entführung melden! Zugegeben, diese wunderschönen Dingsammlungen von Emily Blincoe sind eine wahre Augenweide. Dennoch gleicht ihre Entstehung einem Akt der Gewalt, denn all diese Steine, Kaugummis, Früchte, Eierschalen und Gewürze wurden radikal aus ihrem ursprünglichen Kontext gerissen und einfach so in eine neue Ordnung überführt. Diese wird beherrscht durch strenge Kriterien wie Größe, Farbe oder formale Ähnlichkeit. Wer hier nicht reinpasst, wird aussortiert. Gnadenlos. Ob das in Ordnung ist? Klar! Schließlich reden wir hier von einer kulturstiftenden Tätigkeit, denn wer sammelt, verleiht den Dingen eine individuelle Bedeutung und setzt sich gleichzeitig zu ihnen in Beziehung. Deshalb hat die Fotografin aus Texas auch kein Problem damit, ihre persönlich ausgewählten Arrangements öffentlich zu präsentieren, damit wir uns alle daran erfreuen können. Und weil sie mit ihrer Leidenschaft nicht alleine ist, hat sie in der Serie The Collection Collection ihre Gleichgesinnten direkt mit porträtiert.












Minimalistisch und monochrom: Architekturfotografien von Nick Franck


Nick Franck ist Fassadenjäger. Seine gigantischen Architekturfotografien wirken wie von einem anderen Stern, sind aber "shot on Earth. Processed in Munich". Seit 2010 geht der Autodidakt nicht mehr ohne seine Kamera vor die Tür. Und was ihm dort vor die Linse kommt, das dokumentiert er durch ungewöhnliche Blickwinkel und eindrucksvolle Perspektiven. Dabei beweisen seine dramatischen Arbeiten, dass er ein besonderes Auge für die Inszenierung organischer Strukturen, monumentaler Geometrie und das minimalistische Zusammenspiel von vertikalen und horizontalen Linien hat. Die Serie Mono Madness verdankt ihre fremdartige Erscheinung der Leica Monochrom, mit der die Gebäude von Vornherein in Schwarz-weiß aufgenommen wurden. In space & beyond hat er die Motive jedoch erst nachträglich bearbeitet, um durch Reduktion der Farbe die außergewöhnliche Formgebung der Bauwerke noch mehr zu betonen. Aber auch wenn Farben zum Einsatz kommen, sind die Bilder des 40-Jährigen ein echter Kracher, deshalb unbedingt das ganze Portfolio anschauen!

Titelbild aus der Serie Mono Madness.

space & beyond

Mono Madness

Mono Madness III

Mono Madness III

Mono Madness

space & beyond


Mono Madness

Mono Madness

Mono Madness

Bei Jolanda van Meringen zählen die inneren Werte

 

Dass es nichts zu befürchten gibt, wenn man den weichen Kern unter der harten Schale bloß legt, beweist Jolanda van Meringen in ihren magischen Collagen. Wie mit einem digitalen Cutter seziert sie die ebenmäßige Haut und die glatte Kleidung ihrer attraktiven Models. Was darunter zum Vorschein kommt, sind prachtvolle Blüten, exotische Vögel und Ausschnitte aus kunstgeschichtlichen Meisterwerken. Ihre wilden Bildspektakel nennt die Imagegestalterin aus den Niederlanden In Bloom, The end of a bloodline oder Obsessive Nature und sie sind kein Zeichen von Schwäche oder Verletzlichkeit, sondern ein wahrer Quell an Energie und Lebensfreude.
 
 












 

 

Gebügelt, nicht gemalt: Tüllarbeiten von Benjamin Shine


Warum das neue Jahr nicht nutzen, um auf Reisen zu gehen, neue Kontakte zu knüpfen und den ganzen alten Ballast einfach hinter sich zu lassen? Starthilfe dazu geben die luftig leichten Tüllarbeiten von Benjamin Shine. Tüll, das ist dieser durchsichtige, feinmaschige Netzstoff, aus dem die Tutus der Primaballerinas sind. Der studierte Modedesigner nimmt ganze Bahnen davon und faltet sie per Hand zu wunderschönen Gesichtern. Anschließend sorgt Bügeleisenhitze dafür, dass die drapierten Lagen in Form bleiben. Dass es überhaupt möglich ist, aus einem Stück Tüll so kontrastreiche und detaillierte Konturen zu zaubern, hätte ich zuvor nicht geglaubt. Zum Beweis wartet hier ein kleiner Film, der den Ablauf ganz genau erklärt.










via INAG

Kleine Sünden zum Jahresanfang verteilt Joel Penkman


Man muss sich auch mal etwas gönnen. Zum Beispiel die exquisiten Stillleben von Joel Penkman. Mit dieser Grafik Designerin aus Neu Seeland hat eine ausgesprochene Leidenschaft für Schöne Dinge. Genauer gesagt ist sie Expertin für Süßspeisen, die sie mit Eitempera und viel Liebe zum Detail vor neutralen Hintergründen in Szene setzt. Egal ob Eiscreme, Bonbons, Zuckerstangen, Küchlein oder feines Gebäck, ihre minutiös illustrierten Gaumenfreuden sind ein echter Genuss. Heute lebt die 1979 geborene Künstlerin in Liverpool und ist sicherlich hoch erfreut, wenn ihr euch hin und wieder ein Naschi bei ihr abholt.
 






Noch tiefgründiger wirds nicht: Malereien von Sandra Lange


Immer in Bewegung hält Sandra Lange die Betrachter ihrer Malereien. Angelockt durch vielschichtige Oberflächenstrukturen, laden die energiegeladenen Gemälde der Berliner Künstlerin dazu ein, jedes Detail auf die Spuren seiner malerischen Machart zu untersuchen. Verwendung findet dabei alles, was sich anzieht oder abstößt. Öl und Acryl zum Beispiel oder Lacke und Tusche sowie magere und fette Pigmentbinder. Um diese reaktionsfreudigen Farbgetümmel zu kontrollieren, braucht es viel ausgefeilte Raffinesse. Und die kommt in ihrer ganzen Wirkmacht erst dann richtig zur Geltung, wenn man die Bilder aus der Ferne betrachtet. Hier verdichten sich die dynamischen Farbflächen zu geometrischen Raumgebilden zwischen strenger perspektivischer Konstruktion und wilden Farben im Fluss. Damit werden diese Malereien von Nahem und von Weitem zu regelrechten Ereignissen voller rasanter Kontraste und aktiongeladener Illusionen, die aktiv erschlossen werden wollen. 
Direkt vorm Original geht das noch bis zum 15. Januar 2016 in der Ausstellung "Nachts allein im Atelier" in der Evelyn Drewes Galerie in Hamburg.

Bildunterschrift oben: Frühblüher 2013, Öl / Acryl auf Cotton, 150 x 150 cm
 
o.T. 2012, Öl / Acryl auf Cotton, 150 x 150 cm

Canopy 2013, Öl / Acryl auf Cotton, 60 x 70 cm

An der Kreuzung 2013, Öl / Acryl auf Cotton, 150 x 150 cm

milk and water, Öl / Acryl auf Cotton, 150 x 150 cm

Zugvögel 2013, Öl / Acryl auf Cotton, 150 x 150 cm

Schaukel 2013, Öl / Acryl auf Cotton, 150 x 150 cm

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