• Courts Courts Courts

    Wow, wer hätte gedacht, dass Tennisplätze auch ohne Wimbleton-Hotties ihren Charme haben? Ich nicht. Und deshalb wäre ich auch nie auf die Idee gekommen, sie zu fotografieren. Zum Glück sieht Ward Roberts das anders.

  • Rainbow Misfits by Hikari Shimoda

    Kann man mangaeske Kinderporträts allein mit einer sternenglitzernden Regina-Regenbogen-Farbpalette zu kleinen Dämonen machen? Die Antwort lautet schlicht und einfach: Ja! Wie das geht, zeigt uns die japanische Künstlerin Hikari Shimoda in ihren ultraflachen Ölgemälden.

  • Kopfüber in den Abgrund

    Von Meghan Howlands Ölgemälden geht eine seltsame Stimmung aus. Bei ihrer Betrachtung fühlt es sich an, als wäre just in diesem Moment etwas unwiederbringlich verloren gegangen oder für immer zerbrochen.

Sonntagsdate: Call for Entries für die P/ART 14 in Hamburg


Eurer Sonntagsdate habt ihr heute online. Und zwar mit dem Bewerbungsformular der P/ART - Producers Art Fair. Das ist eine unkonventionelle Produzentenkunstmesse in Hamburg, die jungen Nachwuchstalenten auf Non-Profit Basis vom 11. bis 14. September 2014 die Möglichkeit bietet, ihre künstlerischen Arbeiten aus den Bereichen bildende Kunst, Fotografie, Film oder Performance auf 2000 qm Ausstellungsfläche einem breiten kunstinteressierten Publikum zu präsentieren und natürlich auch vor Ort zu verkaufen. Das Ganze läuft ganz unabhängig von Galerien oder anderen Institutionen, dafür aber mit Begleitkatalog, einem umfangreichen Rahmenprogramm und allem Drum und Dran. Einzige Voraussetzung: ihr müsst euch bis zum 31. April über das Onlineformular für eine Teilnahme bewerben. Eine Jury bestehend aus Kunstschaffenden, Kuratoren und Theoretikern wählt dann die Positionen aus, die gezeigt werden. 
Im letzten Jahr feierte die P/ART im Alten Kolbenhof in Hamburg Altona Premiere und war mit ihrem innovativen Ausstellungskonzept unglaublich erfolgreich, weshalb eine Teilnahme auch 2014 mehr als vielversprechend ist. Also entweder ihr bewerbt euch jetzt gleich sofort oder ihr schaut euch meine Review vom letzten Jahr an und bewerbt euch dann!

Ach ja, wer spontan noch Inspirationen braucht: Heute Nachmittag ist wieder Kunst und Klang in der 3-Zimmerwohnung/Alte Dildofabrik auf St. Pauli. Ich bin da!

Carly Waito beweist wahre Edelsteinliebe



Kennt ihr "Das kleine Buch der Edelsteine" aus der Insel-Reihe (Nr. 54)? Es steckt voller zauberhafter Illustrationen von Mineralien und ist für mich ein echtes Kleinod! Ich besitze sogar zwei Ausgaben, eine dient als Malvorlage und die andere steht ordnungsgemäß in meiner Büchersammlung. Aber auch wenn ich noch so viele Versuche unternehme, ich werde wohl nie die Perfektion erreichen, mit der Carly Waito aus Toronto ihre Amethysten, Rauchquarze und Bergkristalle malt. Ihre kleinformatigen Ölgemälde sind einfach unglaublich und wundervoll anzusehen. Ich habe keine Ahnung wie sie es schafft, diese geschliffenen Steinoberflächen mit ihren Maserungen, Rillen und Einschlüssen so schillernd und echt wirken zu lassen. Ihre Anfänge aus dem Jahr 2009 sind schon zum Niederknien, aber sie hat sich bis heute immer weiter gesteigert und so erscheint jedes neue Bild noch schöner als das vorherige. Das nenne ich wahre Hingabe für eine Sache. J´adore! J´adore! J´adore!






















Joshua Miels schafft die Oberfläche, wir die Bedeutung


Hui, hier war es ganz schön still die letzten Wochen. Aber nach einem wohlverdienten Urlaub auf den sonnigen Canaren melde ich mich heute mit einem ordentlichen Schwung Ölgemälden zurück. Ihr Urheber ist der australische Maler und Illustrator Joshua Miels. Sein Portfolio enthält neben digitalen Arbeiten eine ganze Reihe ausdrucksstarker Portraits. Durch die intensiven Farben und einen meist pastosen Farbauftrag, der sich Schicht für Schicht auftürmt und mit Graffitis mischt, verpasst er seinen Bildern einen hohen Wiedererkennungswert. 
Mit möglichen Aussageabsichten zu seinen Werken hält sich der Künstler aus Adeleide jedoch zurück. Diese Arbeit sollen gefälligst wir erledigen. Einziger Hinweis: Es geht um konzentrierte Emotion! Und was für welche. Düstere und ergreifende Bezüge zu Depression, tiefer Traurigkeit, Einsamkeit, Verbitterung oder unterdrückter Aggression tun sich auf. Dennoch bleiben die meist männlichen Gesichter auf seltsame Art verschlossen und undurchsichtig. Als wäre ihre dichte Hautoberfläche ein Panzer, auf den wir unsere Assoziationen sehrwohl projizieren, den wir aber nicht durchdringen können. Mir reicht es jedoch völlig, die kraftvollen Farboberflächen als solche zu bewundern, denn sie sind der Grund, warum ich diese ausdrucksstarken Portaits einfach Klasse finde.









Die treiben es bunt: Holly Farrells Clowns


Der Fasching kommt, der Fasching geht und hier im kühlen Norden ist von Helau und Alaaf nicht viel zu hören. Macht nix, ich bin eh ein Karnevalsmuffel, aber Narren mag ich trotzdem. Besonders wenn sie einen so liebenswürdigen Unfug veranstalten, wie die Clowns in den aktuellen Acryl- und Ölmalereien von Holly Farrell. Für ihre gleichnamige Serie auf Masonit porträtierte die Autodidaktin aus Toronto ausschließlich echte Clowns mit verrückten Namen wie "Ginger Blossom", "Princess Penelope Pamplemousse" oder einfach nur "Foo". Sie alle haben ihr Modell gesessen und dabei ihre lustigen, quirligen, mürrischen, verschmitzten, tragischen oder komischen Schnuten gezogen. Durch ihren Schabernack bringen sie uns dazu, unsere alltägliche Beschränktheit zu erkennen und über uns selbst zu lachen. Es kann also nicht schaden, sich einen kleinen Springteufel als Begleiter zuzulegen, denn auch wenn er manchmal nervt, wird es mit ihm garantiert nie langweilig.








Bitte nochmal zurückspulen, Hollis Brown Thornton!



Heute zieht mit Hollis Brown Thornton ein weiterer Künstler in meine 80s-Galerie ein. Seine Sammlung an Videokassetten, Tapes und Atari-Spielen ist wirklich bemerkenswert. Und dass er so viel Zeit und Sorgfalt darauf verwendet hat, sie mit Marker zu illustrieren, auch. Erinnert ihr euch noch an eure? Ich weiß nur noch, was ich alles nicht auf Video hatte. Die unendliche Geschichte und die Star Wars-Triologie, um nur zwei Gründe zu nennen, warum ich gerne bei den Nachbarn war. Der Künstler aus South Carolina erinnert sich anscheinend noch sehr gut daran, was er in jungen Jahren neben Blümchentapeten noch alles besessen hat. Anscheinend spielten Han Solo und Akte X dabei eine besondere Rolle, denn sonst hätte er sie nicht in Acryl verewigt. Allerdings sind sie verpixelt und erscheinen wie fragmentarisch erhaltene Überbleibsel einer vergangenen Dekade. Es sind Erinnerungsfetzen, die beliebig oft überschrieben und je nach Interessen und Trends aktualisiert wurden. Ich habe alles, was nicht eh schon seinen Geist aufgegeben hatte, mit Zehn auf dem Flohmarkt verkauft. Natürlich um in CDs zu investieren. Noch so ein Datenträger, der heute von gestern ist. Geblieben ist nur die nostalgische Erinnerung an die spezielle Bedien- und Bildästhetik, die jedes Medium mit sich bringt und die unsere Weltwahrnehmung entscheidend mitprägt, wie z. B. das Problem Bandsalat. Nun würde mich brennend interessieren, welche Kassetten oder Videos ihr bis heute vor der Entsorgung bewahrt habt und warum?