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10 geniale Wege, um mit Essen zu spielen


Dass man Essen in geometrische Muster zerlegen kann, haben wir schon von Food Throttle gelernt. Dass Essen Ähnlichkeiten zu menschlichen Körperteilen aufweist und im Neonlicht noch besser aussieht, haben Marwane Pallas und Local Preacher bewiesen. Dass sich Essen außerdem hervorragend als Material eignet, um berühmte Kunstwerke nachzustellen, wissen wir dank Karsten Wegener auch schon.  
Jetzt kommen 10 weitere Möglichkeiten, die sich Künstler und Designer ausgedacht haben, um einen kreativen Umgang mit Obst, Gemüse und Desserts zu pflegen. Ich notiere:




1. Man kann die Mustersau rauslassen wie Catalina Montaña




 2. Man kann ihm die Farbe entziehen wie Giorgio Cravero.




3. Man kann echte Früchte mit verschiedenen Texturen zu einem minimalistischen Stillleben komponieren wie Noelia Lozano.




4. Man kann seine Bestandteile zum Fliegen bringen wie Marion Luttenberger und Bryoni Crane.




5. Man kann sene Lieblingsspeisen zu einem Schmuckstück verarbeiten wie Réka Lorincz.




6. Man kann seine technische Seite betonen wie Dan Cretu in seiner Eco Camera Serie.



  
7. Man kann nicht immer nur das Offensichtliche zum Schmelzen bringen wie Peecha Burroughs.




8. Man kann aber auch Ähnlichkeiten zum kulinarischen Verpartnerungsprinzip machen wie Alex Hudiakov.




9. Man kann aus den Fließ- und Brecheigenschaften ein Alphabet gestalten wie FOREAL Studio.




10. Man kann alltägliche Handgriffe bei der Essenszubereitung durch malerische Mittel erotisch aufladen wie Marilyn Minter in ihrer aufregenden Food Porn Serie. Von ihr stammt übrigens auch das Titelbild.

Samstag in Berlin: Signierstunde mit Peter Lindbergh im neuen Taschen Store + Buchverlosung auf Art Armada



Die Hauptstadt kann sich freuen, denn der Taschen Verlag eröffnet am Wochenende in Berlin seinen ersten Flagshipstore. Gefeiert wird am Samstag, den 3. Dezember von 16 bis 18 Uhr in der Schlüterstraße 39 mit einem ganz besonderen Gast, dem Modefotografen Peter Lindbergh. Der kommt nicht nur zum Gratulieren vorbei, sondern präsentiert und signiert auch sein brandneues Buch: Peter Lindbergh. A Different Vision on Fashion Photography. Hingehen lohnt sich also, denn die monochromen Modefotografien "Peters, des Großen" läuteten Anfang der 1990er Jahre die Ära der Supermodels ein.
Um euch auf die filmische Bildsprache des deutschen Fotografen einzustimmen, verlose ich ein Buchexemplar von Peter Lindbergh. A Different Vision on Fashion Photography im Wert von 59,99€. Der 472 Seiten starke Band enthält über 400 Motive aus vier Jahrzehnten Lindberghschen Schaffens. Darunter sind natürlich auch die legendären Fotografien, die heutige Ikonen wie Linda Evangelista, Naomi Campbell, Cindy Crawford oder Claudia Schiffer in rohen und zugleich verführerischen Inszenierungen auf die Titelseite der Vogue brachten und sie damit weltberühmt machten.

Um euch das Buch zu sichern müsst ihr nur noch:

 1.
Diesen Beitrag bis Sonntag, den 11.12.2016 um 24 Uhr mit gültiger Emailadresse kommentieren und
2. 
euch mit eurer Glücksfee gut stellen.*
___ 
*Ich drücke die Däumchen und wünsche euch allen eine schöne Adventszeit! 



Warum nicht mal drucken? Menschliche Organe zum Beispiel wie Maria Cemmi


Herz, Lunge oder Magen? Welches Motiv darf es als Organic Screen Print sein? Maria Cemmi betreibt in ihrer gleichnamigen Serie eine ganz besondere Innenschau. Sie druckt menschliche Eingeweide. Natürlich nicht ihre eigenen, aber die faszinierenden Vorlagen für ihre Siebdrucke sind von der Illustratorin aus Italien selbst gezeichnet. Ja, die Struktur von Organen macht schon ganz schön was her, wenn sie so isoliert und vergrößert im Bildmittelpunkt stehen.










Marie Carolin Knoth schafft Verbindungen, die es eigentlich nicht geben dürfte


Wenn Jackson Pollock und Berthe Morisot ein Kind gezeugt hätten, dann würde es wahrscheinlich so malen wie Marie Carolin Knoth. Leider kam es nie zu einer solchen Verbindung, denn beide lebten in unterschiedlichen Jahrhunderten. Knoths Talent für Bildwelten, in denen sich Gegensätze von furioser Abstraktion und in sich ruhender Gegenständlichkeit zu einem grandiosen Zusammenspiel vereinen, muss daher einen anderen Ursprung haben
Als Meisterschülerin von Neo Rauch sind der Leipziger Malerin Themen von Aufbruch und Wandlung nicht fremd. So ziehen sich visuelle Transformationsprozesse und formale Ambivalenzen durch ihre Gemälde wie ein roter Faden. Liebevolle Verbindungen werden durch harsche Linien jäh unterbrochen, raue malerische Strukturen isolieren die friedvoll agierenden Protagonisten, engen ihren Handlungsspielraum ein oder reißen Figurengruppen auseinander. Was hier passiert bleibt nachvollziehbar und gibt doch Rätsel auf.

Bildunterschrift oben: Patronin (2014), 200 x 160 cm, Acryl, Kohle, Tusche auf Leinwand


Doppelter Boden (2016), 120 x 160 cm, Acryl, Kohle, Tusche auf Leinwand


Gehen lassen (2015) 160 x 210 cm, Acryl, Kohle, Tusche auf Leinwand

Irrlicht (2015), 80 x 80 cm, Acryl, Kohle, Tusche auf Leinwand

Blaue Stunde (2015), 180 x 170 cm, Acryl, Kohle, Tusche auf Leinwand

Viga (2014), 170 x 200 cm, Acryl, Kohle Tusche auf Leinwand

Am Rand (2013), 175 x 170 cm, Acryl, Kohle, Tusche auf Leinwand

Stammbaumklettern (2016), 200 x 160 cm, Acryl, Kohle, Tusche auf Leinwand


Nava Lubelskis Leinwände erzählen von roher Gewalt und aufopfernder Hingabe


Ruinierte Leinwände mit Löchern und ungewollten Flecken sind für die meisten Künstler der blanke Horror. Was andere jedoch tunlichst vermeiden wollen, macht Nava Lubelskis zum Thema. In ihrer Serie Thread on Canvas untersucht die russische Künstlerin die Widersprüche zwischen dem Impuls zu zerstören und den Zwang zu flicken. 
Der Herstellungsprozess ihrer Arbeiten durchläuft dabei zwei Phasen. Zunächst beschädigt sie ihre Leinwände mit schnellen Handlungen, schneidet Löcher hinein, verschüttet Farbe darauf oder fügt Risse hinzu und lässt ihren Aggressionen dabei freien Lauf. Auf den Zerstörungswahn folgt die Phase der akribischen Reparation. Hier werden die verwüsteten Oberflächen in mühevoller Kleinarbeit restauriert und die kaputten Stellen durch kunstvolle Stickereien ausgebessert. Wie topografische Landmarken zeugen die Endprodukte von den Spuren, die menschliche Eingriffe in die Umwelt hinterlassen können.
Bemerkenswert ist außerdem, dass der sonst meist verborgene Raum hinter den Leinwänden durch die fragmentarisch gestopften Löcher teilweise sichtbar bleibt und durch das Schattenspiel der Fäden in das Kunstwerk integriert wird.