Oddities and mythic tombs: Rome


Dass Rom das Herz eines jeden Kunst- und Kuriositätenfans höherschlagen lässt, sollte aufgrund der Geschichte der ewigen Stadt nicht verwundern. Mit seinen vielen Museen und Kirchen ist es definitiv auch im Winter einen Besuch wert, weshalb ich mal versucht habe, aus der ganzen Fülle an Hotspots für euch ein paar ganz besonders spezielle Oldies but Goldies zusammenzustellen.


Ossuarium

Ossuarium in der Kapuzinergruft

Auf jeden Fall zu empfehlen ist die Kapuzinergruft am Piazza Barberini. Hier sind in einem Ossuarium 4000 menschliche Gebeine (Schädel und Knochen) von verstorbenen Kapuzinermönchen in fünf gewölbeartigen unterirdischen Kapellen in teils ornamentalen Mustern arrangiert (Foto oben). Ein sehr makaberes barockes Memento mori, das auch schon Mark Twain 1867 besichtigt haben soll. In der Kirche darüber (Santa Maria della Concezione) ist übrigens eines der berühmtesten Gemälde von Guido Reni zu finden. Leider hängt das Bild - wie so vieles in Rom - in einer dunklen Kirchenecke. 

Guido Reni: Der Erzengel Michael besiegt den Dämon (1636). Source


Unterirdisches Mithräum
Mithräum San Clemente (Foto: Allie Caulfield). Source
Außerdem sehr spannend: das Mithräum unter der Kirche San Clemente (in der Nähe vom Colosseum). Hier kann man für 5€ zwischen vielen unterirdischen Felsengängen, höhlenartigen Nischen und einer mit Fresken ausgestatteten Säulenbasilika einen Andachtsraum mit Kultbild des in der Antike weit verbreiteten Mithraskultes besichtigen. Auf dem Kultbild sieht man den Schöpfungsmythos des Mysterienkultes, auf dem Mithras den Urstier tötet. Eine Mithrasstatuette zeigt außerdem die Geburt des Mithras aus einem Felsen am 25. Dezember. Dieses Datum haben die Christen bekanntlich übernommen.





Vatikanische Museen
Alle Fans von Fabelwesen werden im reichen Schatz des Petersdoms und in den angrenzenden Vatikanischen Museen fündig. Dort bevölkern mythologische Wesen ganze Räume, sei es in Grisaille, Malerei oder Skulptur, deshalb hier nur ein paar Eindrücke:




























































Geheimtipp 
Sehr sehr sehenswert ist außerdem das Haus-Museum des surrealistischen Malers Giorgio de Chirico (1888-1878). Es liegt direkt an der Spanischen Treppe und ist leider nur mit Voranmeldung zu besichtigen. Diese lohnt sich aber in jedem Fall, denn neben den Wohnräumen, die mit zahlreichen Malereien und Skulpturen des Künstlers bestückt sind, gibt es auch sein Atelier zu sehen. Leider durfte ich dort keine Fotos machen, deshalb hier ein kleines Video mit seinen metaphysisch angehauchten Werken:

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