Jeremy Kool konstruiert digitale Origamitierchen


Spätestens seit ich im Studium ein Seminar rund um das Thema Japan besucht habe weiß ich, dass Origami nicht nur heißt, nette Tierchen aus Papier zu basteln, sondern die komplizierten Falttechniken echte Kopfarbeit bedeuten. Der australische Grafikdesigner Jeremy Kool leistet diese derzeit auf eine ganz andere Weise. In seinem Paper Fox Project sind es keine flachen Papiere, aus denen durch eine bestimmte Faltpraxis 3D-Objekte entstehen. Seine komplexen Tierfiguren bestehen vielmehr aus Pixeln, denen mit der Animationssoftware Autodesk Maya ein Design im Origamistil verpasst wurde. Dabei werden sogar die Knicke und Wölbungen des Materials digital so nachempfunden, dass die Ergebnisse fast wie echte Origamitiere aussehen und zudem noch einen liebenswerten Charakter besitzen. Ziel dieses Projektes ist die Konstruktion eines interaktiven Bilderbuches im Pop-Up-Design für iPad und Android Tablets, in das die Charaktere dann eingespeist werden. 
Ich finde die Idee genial, bin aber auch immer wieder erstaunt darüber, dass es nach wie vor die größte Herausforderung der zumeist künstlich und glatt wirkenden Computerästhetik zu sein scheint, die reale Welt mit all ihren unperfekten Ecken und Kanten so detailliert wie möglich nachzubilden, damit die Oberflächenstrukturen für das Auge möglichst ansprechend wirken. Wie die Figuren mit ihren unterschiedlichen Posen zum Leben erweckt werden, kann man auf dem Blog zum Projekt sehr gut nachverfolgen.

The Stag via

The Dire Wolf via

The Christal Spider via

The Owl via

The Snapping Turtle via

4 comments:

  1. Hübsche Bilder, allerdings ziehe ich echtes Origami vor. Habe mich eine Zeit lang auch daran versucht und du hast recht, das ist echte Kopfarbeit!

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  2. Die Bilder sehen alle toll aus! Naja bis auf die Spinne aber das hat nichts mit dem Künstler zu tun :)
    Ich hab mich mal durch deine Galerie/ dein Portfolio geklickt. So schön! Du malst auch gerne Tiere, oder? Mir haben vor allem die Köpfe gefallen. Man merkt dass du was von Kunst verstehst :)
    Danke für das Kompliment mit den Markern, ich freu mich drüber! Aber ich bin mir sicher dass du das auch kannst, das schwierigste an markern ist, denke ich, dass man schon Gemaltes nicht mehr wegmachen kann :) Das ist bei Acryl natürlich anders.
    Liebe Grüße und viel Glück mit Markern in der Zukunft!
    Svenja

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