Von Blümchendecken und Orgasmen: Diego Beyrós


Ihr könnt nicht genug kriegen von alternativen Malgründen? Nach Briefumschlägen und Landkarten gelüstet es euch nach einem neuen Höhepunkt? Dann kann sicherlich nur noch Diego Beyrós pulsierende Orgasm Series euer ungezügeltes Verlangen stillen. Der 28-jährige Autodidakt aus Buenos Aires entschloss sich nämlich kurzerhand dazu, ausgerechnet eine Sammlung biederer Bettlaken aus Omis Aussteuerkiste zum Botschafter für den Gipfel der Lust zu machen. Dabei ähneln sie überdimensionierten Schweißtüchern, auf denen sich die Konturen von Frauen und Männern abzeichnen, während sie gerade einen Moment höchster Ekstase erleben. Sinnlicher, kraftvoller und leidenschaftlicher hätte dieser intensive Augenblick wohl auch nicht eingefangen werden können, als durch diese vor Erregung verzückten Gesichter.










5 comments:

  1. Exzellent, deine Seiten. Etwas Besseres habe ich auf Blogzug.com noch nicht gesehen. Ganz großes Kompliment!!

    Grüße

    Michael

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  2. Während mir das einzelne Bild eigentlich sehr gut gefällt, finde ich diesen Aufmarsch an Orgasmen - hm - traurig? Peinlich? Ach nein, es ist nur... schon wieder ein Abbild des Orgasmus. Dass er "auf" dem Laken der Oma ist tröstet. Gibt dem ganzen etwas irdisches, erdhaftes, menschliches. Heute wie zu Omas Zeiten hatten die Menschen Orgasmen. Und heutzutage sind sie auch nicht kosmischer, genialer, geiler oder sonstwas-er als zu Omas Zeiten.

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    1. Naja, "schon wieder ein Abbild des Orgasmus" kann ich nicht ganz bestätigen, denn es gibt zwar überall viel nackte Haut zu sehen, aber Darstellungen von Orgasmen begegnen mir im Vergleich dazu tatsächlich eher selten, besonders dann nicht, wenn sie - wie hier - auf die entscheidenden Details verzichten und trotzdem alles gesagt wird. Den Kontrast zu Omas Laken finde ich gerade deshalb so spannend, weil ich damit alles Konservartive verbinde, eben das, was unter den Laken geschieht, aber ansonsten nicht an die Oberfläche darf und darüber hinaus gern tabuisiert wird. Aber du hast recht, genauso wie die Menschen auch schon zu Omas Zeiten Orgasmen hatten, hat auch jede Generation aufs Neue das Bedürfnis, sich darüber auszutauschen und die Art und Weise, wie das hier geschieht, finde ich weder peinlich noch traurig.

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  3. Die Abbilder eines Orgasmus "gepaart" mit Omas Bettlacken, eine überaus interessante Kombination!

    Lg

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