Eric Pedersen malt schlafende Giganten


Eric Pedersens figurative Porträts sind extrem beeindruckend und haben gleichzeitig den Anschein, als hätte sich ein Farbwahnsinniger mit einem spitzen Gegenstand ordentlich an ihnen ausgelassen. Bei genauer Betrachtung wird sichtbar, dass die dargestellten Körper aus unzähligen feinen, aber sehr intensiven Farbspuren bestehen, die wie ein mehrlagiges Gitternetz immer wieder übereinandergeschichtet wurden. Je dichter die Striche gesetzt sind, desto mehr erinnern sie an Einkerbungen, Male, Narben oder Risse, die sich in die weiche Haut der Porträtierten eingeprägt haben und ihre gewaltige äußere Erscheinung deformieren. Sie erzählen von den individuellen Erfahrungen, die sich im Laufe eines Lebens ansammeln und die Identität einer Person formen. Das Tückische an diesen Protagonisten ist jedoch, dass der Künstler sie bewusst in vermeintlich harmlosen Schlafpositionen gemalt hat, damit ihr Wesen unberechenbar bleibt und nicht eindeutig erkennbar wird, was diese vom Leben gezeichneten Kreaturen wohl tun würden, wenn sie aufwachen...

Titel des obigen Bildes: Zero Nine Two One One Nine Eight Eight (2012), oil on canvas on aluminum panel.

Eric Pedersen: The Untitled Painting of Vikki Sleeping (2012), oil on canvas (Detail).

Eric Pedersen: The Untitled Painting of Vikki Sleeping (2012), oil on canvas.

Eric Pedersen: The Untitled Painting of Sarah Sleeping (2012), oil on canvas.

Eric Pedersen: The Untitled Painting of Jonny Sleeping (2012), oil on canvas.

Eric Pedersen: The Untitled Painting of Aaron Half Asleep (2012), oil on linen on aluminum panel.

Eric Pedersen: Zero Nine Two One One Nine Eight Eight (2012), oil on canvas on aluminum panel (Detail).

2 comments:

  1. Seeeeeeeehr coole Bilder! Die gefallen mir richtig gut. Muss ich glatt auch mal ausprobieren diese Gitternetztechnik...wahnsinnsidee. Vielleicht mal mit meinen schlafenden Kindern? Ds wärs :-)! LG Anne

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    1. Ich find sie auch total genial. Die Kunst ist es glaub ich nur, die Striche auch genau so zu setzen, dass sie im Gesamteindruck wieder ein Porträt ergeben.

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