Fanette Gilloud versteht sich auf das Unmögliche


Das Spiel mit optischen Täuschungen im öffentlichen Raum hat mir nach meinem letzten Post keine Ruhe mehr gelassen und ich habe hin und her überlegt, was man damit alles anstellen könnte. Auf der Suche nach Arbeiten mit ähnlichen Ansätzen bin ich auf die Serie Géométrie de l'Impossible von Fanette Gilloud gestoßen. Die französische Künstlerin sucht verlassene Orte in ganz Frankreich auf, um dort ihre anamorphe Street Art zu platzieren. Dazu werden auf den dort vorgefundenen Wänden, Böden und Decken Farbflächen so angebracht, dass sie durch ihre perspektivische Verzerrung die Begrenzungen des dreidimensionalen Raums mit seinen unterschiedlichen Untergründen, Ebenen und Tiefen optisch aufheben. Aus einem bestimmten Blickwinkel fotografiert, entsteht auf diese Weise die Illusion eines geometrischen Körpers, der frei schwebend in den Raum gemalt zu sein scheint. Dieser Trick findet sich schon auf Renaissancegemälden wie Die Gesandten von Hans Holbein d.J. und wurde u.a. in der illusionistischen Deckenmalerei verwendet, um Kuppelwölbungen auszugleichen. In Zeiten von Photoshop wirkt so viel handwerkliche Raffinesse natürlich umso eindrucksvoller, da sie traditionelle Maltechniken ganz ohne digitale Bildbearbeitung zeitgenössisch interpretiert. Damit wir nicht erst nach Toulouse, Bordeaux oder Lyon reisen müssen, um Zeuge des Unmöglichen zu werden, gibt es die Abzüge dieser surrealen Installationen als limitierte Drucke auf Dibond auch im Onlineshop ArtFloor.







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