Durch Jen Mann sehen wir alles doppelt



Diese verträumten Ölgemälde von Jen Mann sind ein wahrer Tumblr-Hit und wandern schon seit einiger Zeit durch die Blogosphäre. Das liegt sicherlich daran, dass die hyperrealistischen Portraits der Kanadierin einfach immer funktionieren. Durch ihre knalligen Pastellfarben im quirligen Pop Art-Stil verbreiten sie gute Laune und machen Lust auf Sommer, Sonne und Eiscreme, während die mysteriösen Protagonisten in verwackelten Posen eine eigenartige Melancholie verbreiten, die uns auch im trübsten Winter wehmütig an vergangene Sommertage zurückdenken lässt. Im Prinzip besteht ihr ganzes Werk aus gelöschten Momentaufnahmen und aussortierten Schnappschüssen, denn ihre Inspirationsquelle sind eben jene digitalen Fotografien, die es nicht auf Instagram geschafft haben, weil sie unpassend waren. Diese Schönheit im Falschen wieder sichtbar zu machen, das ist das Konzept der in Toronto lebenden Künstlerin und dies setzt sie durch softe Komplementärkontraste, ein sicheres Gespür für Trends und eine ordentliche Portion Talent gekonnt in Szene.

Introspective (2013)

Pyramid Power (2013)

Cotton Candy (2013)

Fractinal Distance (2013)

Bubblegum (2012)

Shadow (2012)

Blue Beard (2012)

Two Face (2012)

Wind and Wave (2013)

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