Kate Shaw schafft irrationale Landschaften


Wenn ich in ein Gemälde eintreten könnte, dann würde ich mir eines dieser faszinierenden Landschaftsbilder von Kate Shaw aussuchen. Die psychedelischen Farben und die idyllischen Aussichten lassen die dort dargestellten Orte fremd und entrückt erscheinen. Wieso also nicht mal Felsformationen aus purem Pink anfassen oder die Hände in einen nebelverhangenen Farbfluss tauchen? Hier ist in jedem Fall viel Mut und Durchhaltevermögen gefragt, denn die magische Anziehungskraft der Berg- und Seenlandschaften wirkt stellenweise so künstlich, dass die schwefelgelben Dämpfe und die giftgrünen Toxine doch eher abstoßend denn anziehend wirken. 
Ein Blick auf das Statement der Malerin verrät: das ist auch so gewollt, denn ihre Motive spiegeln das Verhältnis des Menschen zur Natur. Wo dieser einerseits in totaler Ergriffenheit und Bewunderung für ihre Schönheit verstummt, begegnet er ihr andererseits mit Achtlosigkeit und Gleichgültigkeit. Um diese ambivalente Beziehung  zum Ausdruck zu bringen, bedient sich die Künstlerin aus Melbourne einer speziellen Marmorierungs- und Collagetechnik. Zunächst gießt sie dicke Schichten von Akrylfarbe auf ihre Papieruntergründe und lässt sie ineinander verlaufen. Nach dem Trocknen schneidet sie die zufällig entstandenen Gebilde aus und arrangiert sie zu liquiden Landschaften, die wenig natürlich sind, dafür aber voller spannender Strukturen und traumhafter Atmosphären.
Und in welche Bilder würdet ihr gerne mal einsteigen?









1 comment:

  1. Die Bilder haben etwas total mitreisendes. Finde ich richtig klasse :)

    Liebe Grüße
    http://sinceamoment.blogspot.de/

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