Val Britton kartografiert das Unermessliche



Jedes Mal, wenn wir einen neuen Ort besuchen, schließen wir einen weißen Fleck auf unserer inneren Landkarte. Fremdes wird vertraut, weit Entferntes rückt plötzlich ganz nah und auf einmal finden wir uns zurecht. Oft stimmen diese subjektiven Eindrücke von Straßen, Plätzen, Räumen und Gebieten nicht mit den maßstabsgetreuen Landkarten überein, die von ihnen angefertigt wurden und es braucht eine andere Legende, um sie zu lesen. 
Ähnlich verhält es sich mit den komplexen Karten von Val Britton. Sie sind gemalt, geklebt, gezeichnet, geheftet oder auf Papier gedruckt und erzählen ganz eigene Geschichten, in denen sich reale Verkehrswege mit imaginierten Standorten verbinden. Auf dem abstrakten Raum der Karte rekonstruiert die Künstlerin aus New Jersey ortsspezifische Gefühle, verschwommene Erinnerungen, imaginäre Ziele und eigene Leerstellen, um sich im Leben zu verorten:
"In my work I often think about how the retelling of our stories, the reconstruction of our journeys, helps us make sense of the now, and how the retelling is its own journey. Mapping serves as a metaphor for searching, an implication of the unknown in wide, open spaces, and a trace of how we see where we've been."

Ich bin mir sicher, dass jemand, der so facettenreiche und vielfältige Karten anfertigt, niemals verloren geht. Aber wie stehts mit euch? Wenn euer Leben eine Karte wäre, wie würde sie aussehen?










via Up and Coming

1 comment:

  1. Beeindruckende arbeiten von Britton. Der Künstler war mir gar kein Begriff.
    Die philosophische Frage wie die Karte meines Lebens aussehen würde ist schwer zu beantworten.
    Wahrscheinlich hätte sie viele schwarze Flecken...
    Lieben Gruß
    Stephan

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