Joshua Miels schafft die Oberfläche, wir die Bedeutung


Hui, hier war es ganz schön still die letzten Wochen. Aber nach einem wohlverdienten Urlaub auf den sonnigen Kanaren melde ich mich heute mit einem ordentlichen Schwung Ölgemälden zurück. Ihr Urheber ist der australische Maler und Illustrator Joshua Miels. Sein Portfolio enthält neben digitalen Arbeiten eine ganze Reihe ausdrucksstarker Portraits. Durch die intensiven Farben und einen meist pastosen Farbauftrag, der sich Schicht für Schicht auftürmt und mit Graffitis mischt, verpasst er seinen Bildern einen hohen Wiedererkennungswert. 
Mit möglichen Aussageabsichten zu seinen Werken hält sich der Künstler aus Adeleide jedoch zurück. Diese Arbeit sollen gefälligst wir erledigen. Einziger Hinweis: Es geht um konzentrierte Emotionen! Und was für welche. Düstere und ergreifende Bezüge zu Depression, tiefer Traurigkeit, Einsamkeit, Verbitterung oder unterdrückter Aggression tun sich auf. Dennoch bleiben die meist männlichen Gesichter auf seltsame Art verschlossen und undurchsichtig. Als wäre ihre dichte Hautoberfläche ein Panzer, auf den wir unsere Assoziationen sehrwohl projizieren, den wir aber nicht durchdringen können. Mir reicht es jedoch völlig, die kraftvollen Farboberflächen als solche zu bewundern, denn sie sind der Grund, warum ich diese ausdrucksstarken Portaits einfach Klasse finde.









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