Bei Seung-Hwan OHs fesselnden Fotografien waren Pilze am Werk!


Was passiert, wenn Fotografen mit mikrobiologischen Forschungsstrategien experimentieren, das zeigt Seung-Hwan OHs beeindruckende Serie Impermanence. Ihr könnt euch sicherlich schon denken, was mich bei diesen Arbeiten am meisten fasziniert? Natürlich die dramatisch verkrusteten Farbschlieren. Aber was noch viel wichtiger ist: Wie hat er die so hinbekommen? Antwort: Mit Pilzen! 
Drei Jahre lang hat der südkoreanische Fotokünstler damit verbracht, Mikroorganismen auf der Oberfläche seiner entwickelten Farbfilme zu züchten et voilà: durch deren langsame Zersetzung ist das aggressive Farbenchaos ist perfekt. Natürlich spielt der Zufall hier auch eine große Rolle. Jedoch lässt sich die Ausbreitung der Pilzkulturen regulieren, sodass bestimmte Stellen seiner Porträts ohne Schaden davonkommen. Damit liefert Seung-Hwan OH uns nach William Millers zerstörten Polaroids und Peter Hoffmanns angezündeten Negativen definitiv die ästhetisch wie handwerklich radikalste Variante, um Fotografien zu ruinieren. 
Schade übrigens, dass dieses Verfahren nur auf Filmmaterial funktioniert. Wie cool wäre es, so eine angriffslustige Pilzarmee zu haben, die man einfach auf jeder beliebigen Oberfläche aussetzen kann, um sie in so fantastische Farbenwirbel zu verwandeln. Ui, damit ließe sich so einiges anstellen!




via Beautiful Decay

2 comments:

  1. Geniale Bilder! Danke fürs Teilen.

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  2. Wundervoll psychedelisch :) Pilze eben! Sie sind einfach Alleskönner, die machen sogar bessere Kunst als wir Menschen ;)

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