Die schaffen süßes Unbehagen: Matilda Enegrens spannungsreiche Aquarelle


Was sind das bloß für seltsame Aquarelle, die Mathilda Enegren da produziert? Mal fertigt sie ganz feine Serien von pubertierenden Fashionistas an, die sie samt Shoppingbag bis ins Detail ausarbeitet. Dann schockt sie mit ausdrucksstarken Portraits finster dreinblickender Mädchen, die in groben Strichen kontrastreich in Szene gesetzt sind. Gerade das Erdbeermarmeladenmädchen (erstes unten) macht keinen wirklich gesunden Eindruck und kommt etwas furchterregend daher. Also alles sehr befremdlich hier. 
Was wir wissen, ist, dass die 25-jährige Finnin Alltagssituationen malt, die sie zuvor fotografiert hat, weil sie davon innerlich erfasst wurde. Deshalb gibt es immer feine Nuancen in ihren Werken, die unterschwellig zu stören scheinen. Sei es eine unpassende Farbe, eine undefinierte Fläche oder ein eisiges Lichtverhältnis. Immer schwingt eine Spur Unbehagen mit. Aber genau diese Unergründlichkeit ist es, die diese Bilder so unwiderstehlich macht. Mir lassen sie jedenfalls auf eine schaurig schöne Art das Blut in den Adern gefrieren und ich kann nicht aufhören, sie anzustarren.








3 comments: