13+ ultimative Ideen für ein phänomenales Selbstporträt

Auf der Suche nach Anregungen für das nächste Profilbild? Gelangweilt von standardisierten Selfies? Diese Künstlerinnen und Künstler haben alle Spielarten des Selbstporträts durchexerziert und ihre Ergebnisse lassen wirklich jedes Duckface alt aussehen. Das Tolle daran, diese Strategien können auch dann hervorragend angewendet werden, wenn man sich auf Fotos eigentlich nicht leiden kann. Denn wer bereit ist, sich selbst zu verunstalten, wird an diesen Ideen besonders viel Freude haben.

Foto oben: Edson Carlos: Self-Portrait



1. Innenschau von sich betreiben
Marwane Pallas ersetzt in Doctrine of Signature gezielt einzelne Körperteile durch ähnlichförmiges Obst und Gemüse und deutet damit Einblicke in das Innere seines Körpers an. 






2. Sich mit seiner Umwelt vermorphen
Portraits von Menschen mit Landschaften, Städten, Tieren oder Strukturen zu verschmelzen, ist Brandon Kidwells Spezialgebiet. Das beweist er unter anderem in seiner Serie More Wisdom for my Children (Lifelong work in progress).







3. Sich multiplizieren
Was mit Aufnahmen aus der Natur funktioniert, das muss ja wohl auch mit sich selbst möglich sein. Deshalb gibt Luciana Urtigas ihrem Selbst in der Serie Mobiograph nicht nur die Möglichkeit, sich zu verdoppeln, sondern es kann auch über sich hinauswachsen oder sich in sich zusammenziehen. Elena Kulikovas Eternity Portraits scheinen demgegenüber einen ausgeprägten Hang zur Ausdehnung zu verspüren.




4. Andere für sich arbeiten lassen
Weg mit der Kamera, dachte sich Kristina Lacroix und arrangierte ihre blonde Haarpracht mit ein paar hübschen Blumen in der Serie A Midsummer Night's Dream kurzerhand auf einem Scanner. Marco Santos tat es ihr gleich und verzog in Drawning - Self Portrait auch noch das Gesicht.





5. Sich durch eine digitale Kopie ersetzen 
Mein Smartphone weiß mehr über mich, als ich selber. Da kann es ruhig auch mal als mein Stellvertreter dienen. Zumindes partiell. I-Me nennt Giulia Rosaletti das, was dabei herauskommt.





6. Sich mit fremden Häuten schmücken
Die einen nehmen Schminke, die anderen benutzen pastose Farben, Pigmente und Gele, um die Konsistenz der Gesichtsoberfläche durch das Auftragen eigenwilliger Texturen optisch zu verändern. Wie das geht zeigt Nadia Wicker in Venom.




 

7. Sich selbst zerlegen
In ihrer Self-Portait Serie fragmentiert, verfärbt und verpixelt Leila Flor Hackenberg ihr eigenes Abbild, um es anschließend verkehrt und verdreht wieder zusammenzufügen. Alex T zerschneidet seine SELF-PORTRAITS derweil lieber in Dreicke und verstreut sie auf einem neuen Untergrund, während Petr Pechman einfach nicht aufhören kann, sich selbst zu mustern und deshalb gleich eine ganze Serie von Selfie Patterns anlegt. 


 


8. Die Zeit für sich sprechen lassen
Ayelen Fañanás wagt in sui generis einen Blick in die Zukunft und Paulina Cervantes enthüllt in ihrer Serie Viajando persönliche Momente aus ihrer Vergangenheit.









9. Mit sich in Serie gehen
Annika Geurtsen kann von sich selbst garnicht genug kriegen. Deshalb füllt sie mit ihren experimentellen Collagen über sich, an sich und mit sich gleich ein ganzes Photo Booklet.




  
10. Selbst den Lückenfüller spielen
Unterordnung ist die größte Schwäche des Ego. Peechaya Burroughs probiert es trotzdem und verbirgt sich in expression hinter formalen Gestaltungsprinzipien.




11. Sich selbst bespiegeln
Der Spiegel ist und bleibt eines der beliebtesten und ältesten Hilfsmittel zur Erzeugung und Verfremdung von Selbstporträts. Can Dagarslani nutzt ihn, um uns die Gesichter seiner Identities // Part I aus einer ungewöhnlichen Perspektive zu präsentieren. Bei Jan Kriwol ist der Spiegel in Sokół & Marysia Starosta ein Dreieck, das den Bildraum hinter der Portraitierten durch ihre gespiegelte Rückenansicht erweitert und sie gleichzeitig von vorne ausschnitthaft beleuchtet. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit!

 


12. Selbst im Dunklen leuchten
Unser Local Preacher steht auf fluorisierende Farben. Deshalb stattet er seine Modelle mit entsprechend behandelten Accessoires aus und porträtiert sie im Schwarzlicht. Sein Werk tauft er Neon Pasta und mit dieser Technik lässt sich sicherlich auch ohne spirituelle Absichten mächtig Eindruck machen.










13. Sich unkenntlich machen
Unschärfe, Überbelichtung und das Spiel mit Silhouetten sind weitere Klassiker fotografischer Verfremdung. Deshalb verbergen sich unter diesem Punkt eine ganze Reihe von Strategien, die verhindern, dass man auf dem eigenen Selbstportrait zu erkennen ist. Domenica Melillo hat in ihren fotografischen Erkundungen einige davon an sich ausprobiert und auch Bruno Domenico nutzt in seiner Serie Self, my unterschiedliche Arten der Selbstverfremdung.

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