Präsentationsstrategien: Moodboards anlegen wie Clara Blanchard



Bilder rahmen macht jeder. Dabei gibt so viele weitere Möglichkeiten, um künstlerische Arbeiten wirksam zu präsentieren oder Serien und Kollektionen ansprechend zu arrangieren. Eine davon sind Moodboards. Das heißt übersetzt soviel wie "Stimmungstafeln". Dieses Arbeits- und Präsentationsmittel findet bisher vor allem im Designbereich Anwendung. Hier werden, ähnlich wie auf einer Pinnwand, digital oder auf großen Kartonbögen  Fotos, Zeichnungen, Materialien, Farbproben und Schlagwörter zu einem bestimmten Thema zusammengestellt. Moodboards können somit als Inspirationsquelle für die Entwicklung eigener Entwürfe dienen oder das dahinterstehende Konzept veranschaulichen. In jedem Fall lassen sich über Moodboards die Anmutungsqualitäten, also Stimmungen und Atmosphären, die über ein Produkt vermittelt werden sollen, sofort und intuitiv erfassen. Das gilt für Modekollektion, Verpackungs- und Industriedesigns oder Werbekampagnen ebenso wie für Inneneinrichtungsprojekte, Bauvorhaben oder eine Fotostrecke.
Damit sind Moodboards auch für die künstlerische Praxis von besonderem Interesse. Mit ihnen können - je nach Darstellungsabsicht - Anregungen für Themen, Farbkombinationen, Formprinzipien, Kompositionsfragen sowie Lösungsideen für bestimmte bildnerische Probleme visualisiert, variiert oder nachvollzogen werden. Das macht richtig Lust auf neue Gestaltungsexperimente und bringt gleichzeitig Ordnung in den eigenen Materialfundus. 
Das dachte sich auch Clara Blanchard aus Lyon und hat während ihres Modedesignstudiums Moodboards zu den Themen Minimalism und 3 shades of blue angelegt (und zum Glück auch veröffentlicht). Beide zeigen unterschiedliche materielle, strukturelle und formale Spielarten dieser Oberbegriffe in Architektur, Mode, Interieur, Natur, Kunst und Alltagskultur und sind zudem auch noch sehr ansprechend gelayoutet.






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