Sebastian Nebe hat ein Händchen für wirkmächtige Szenerien im Halbdunkel



Nach dem bunten Treiben an Halloween erfolgt am nächsten Tag die Ernüchterung und die Frage: Was bleibt? Eine mögliche Antwort liefern die düsteren, kontrastreichen Malereien von Sebastian Nebe. Sie zeigen hartkonturierte Bäume, verlassene Landstriche, Autowracks und jede Menge Unrat zwischen mystischen Steinen. Weit und breit kein Mensch in Sicht und doch sind seine Spuren überall. Fast erinnern die gestochen scharfen Großformate mit Bildtiteln wie "das Camp", "die Höhle" oder "das Versprechen" an Stationen eines wilden Roadtrips, an dessen Ende nur Verwüstung und Chaos zurückblieben. Allein der Wald dokumentiert als stummer Zeuge die abenteuerlichen Begebenheiten, die sich hier abgespielt haben könnten, während in romantischem Dämmerlicht verheißungsvoll ein "Neuer Morgen" graut. Ja, diese Arbeiten haben defintiv etwas Literarisches. Weitere Episoden aus dem spannungsreichen Werk des in Berlin lebenden Künstlers der Neuen Leipziger Schule warten on- und offline in der Galerie Kleindienst.

Titelbild: Der Neue Morgen (2013), Oil on Paper, 186 × 600 cm (poliptych)

Die Nacht (2013), 84x74cm, Öl auf Papier

Das Camp (2014), Oil on Paper, 185 × 450 cm (triptych)

Die Höhle (2011), Oil on Paper, 200 × 445 cm (triptych)

Das Versprechen (2014), Oil on Paper, 70 × 100 cm

Sprungturm II (2011), 126x86cm, Öl auf Papier

Die Reise (2014), Oil on Paper, 176,5 × 148 cm

Rotlicht (2012), Öl auf Papier, 69 x 100 cm
 Alle Bilder via

1 comment:

  1. 1A Comic-Stil !
    Gefällt mir sehr gut. Schön auch,die großen Formate.

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