Silke Weissbach schafft geheime Einblicke in verrätselte Orte


Wenn es um künstlerische Arbeitsstile geht, ist Silke Weissbach eine klassische Eliminiererin. Mit Vergnügen dekonstruiert sie urbane Räume mit malerischen Mitteln, sodass ihre Acrylarbeiten vor unsicheren Flächen nur so wimmeln. Da kann es schon mal passieren, dass sich der ursprünglich klar konturierte Garten einer kubischen Villa zu verblassenden Farbflächen auflöst, in wintergartenähnlichen Innenräumen geometrische Gebilde wie Fremdkörper aus dem Boden wachsen oder eine angedeutete Gruppe aus Hochhausfassaden wirkt, als stünde sie mitten im Nirgendwo. Dafür aber mit einem im Schachbrettmuster gefliesten Weg vor der Tür. 
Ihr wisst ich mag es gern fragmentiert und es ist garnicht so einfach, bei solchen Motiven rechtzeitig aufzuhören, damit am Ende nicht doch alles zugemalt ist. Bei der Hamburger Künstlerin und Illustratorin wirkt der Mix aus lasierendem Farbauftrag in Kombination mit kräftig und pastos angelegten Schichten jedoch ganz unangestrengt. Er lässt ihre Gemälde leicht und frisch erscheinen. Da wird das spielerische Ergänzen der einzelnen Bildelemente zu einem stimmigen Gesamtgefüge zur reinsten Freude.






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