Präsentationsstrategien: Dinge sammeln und arrangieren wie Emily Blincoe


Ich muss eine Entführung melden! Zugegeben, diese wunderschönen Dingsammlungen von Emily Blincoe sind eine wahre Augenweide. Dennoch gleicht ihre Entstehung einem Akt der Gewalt, denn all diese Steine, Kaugummis, Früchte, Eierschalen und Gewürze wurden radikal aus ihrem ursprünglichen Kontext gerissen und einfach so in eine neue Ordnung überführt. Diese wird beherrscht durch strenge Kriterien wie Größe, Farbe oder formale Ähnlichkeit. Wer hier nicht reinpasst, wird aussortiert. Gnadenlos. Ob das in Ordnung ist? Klar! Schließlich reden wir hier von einer kulturstiftenden Tätigkeit, denn wer sammelt, verleiht den Dingen eine individuelle Bedeutung und setzt sich gleichzeitig zu ihnen in Beziehung. Deshalb hat die Fotografin aus Texas auch kein Problem damit, ihre persönlich ausgewählten Arrangements öffentlich zu präsentieren, damit wir uns alle daran erfreuen können. Und weil sie mit ihrer Leidenschaft nicht alleine ist, hat sie in der Serie The Collection Collection ihre Gleichgesinnten direkt mit porträtiert.












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