Marie Carolin Knoth schafft Verbindungen, die es eigentlich nicht geben dürfte


Wenn Jackson Pollock und Berthe Morisot ein Kind gezeugt hätten, dann würde es wahrscheinlich so malen wie Marie Carolin Knoth. Leider kam es nie zu einer solchen Verbindung, denn beide lebten in unterschiedlichen Jahrhunderten. Knoths Talent für Bildwelten, in denen sich Gegensätze von furioser Abstraktion und in sich ruhender Gegenständlichkeit zu einem grandiosen Zusammenspiel vereinen, muss daher einen anderen Ursprung haben
Als Meisterschülerin von Neo Rauch sind der Leipziger Malerin Themen von Aufbruch und Wandlung nicht fremd. So ziehen sich visuelle Transformationsprozesse und formale Ambivalenzen durch ihre Gemälde wie ein roter Faden. Liebevolle Verbindungen werden durch harsche Linien jäh unterbrochen, raue malerische Strukturen isolieren die friedvoll agierenden Protagonisten, engen ihren Handlungsspielraum ein oder reißen Figurengruppen auseinander. Was hier passiert bleibt nachvollziehbar und gibt doch Rätsel auf.

Bildunterschrift oben: Patronin (2014), 200 x 160 cm, Acryl, Kohle, Tusche auf Leinwand


Doppelter Boden (2016), 120 x 160 cm, Acryl, Kohle, Tusche auf Leinwand


Gehen lassen (2015) 160 x 210 cm, Acryl, Kohle, Tusche auf Leinwand

Irrlicht (2015), 80 x 80 cm, Acryl, Kohle, Tusche auf Leinwand

Blaue Stunde (2015), 180 x 170 cm, Acryl, Kohle, Tusche auf Leinwand

Viga (2014), 170 x 200 cm, Acryl, Kohle Tusche auf Leinwand

Am Rand (2013), 175 x 170 cm, Acryl, Kohle, Tusche auf Leinwand

Stammbaumklettern (2016), 200 x 160 cm, Acryl, Kohle, Tusche auf Leinwand


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